Mit Geschäftsprozessmodellen Digitalisierung neu denken

Autor(en):
Schauer, Carola
Name der Veranstaltung:
Fortbildung für Informatiklehrkräfte des Lehrstuhls Didaktik der Informatik der UDE
Ort:
Zoom
Datum:
17.11.2020
Handout:
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Abstract

Nachhaltige digitale Innovationen in Unternehmen setzen die Fähigkeit voraus, die vordergründige Realität zunächst gedanklich zu überwinden. Geschäftsprozessmodelle haben sich diesbzgl. in Forschung und Praxis als geeignetes Hilfsmittel bewährt. Sie bieten Sprachkonzepte verbunden mit einer Visualisierung von Abläufen in Organisationen und sind geeignet, um zwischen den verschiedenen Interessengruppen in großen Softwareprojekten zu vermitteln.
Diverse Ergebnisse der Wirtschaftsinformatikforschung im Bereich der Geschäftsprozesse haben die Praxis der Softwareentwicklung nachhaltig geprägt. Geschäftsprozessmodelle dienen bspw. als Grundlage zur Anpassung betrieblicher Standard-Anwendungssoftware (ERP-Systeme). Es gibt verschiedene Geschäftsprozessmodellierungssprachen (u.a. EPKs, BPMN), die weltweit in Projekten zur Reorganisation und Anpassung bzw. Neuentwicklung von Informationssystemen in Unternehmen eingesetzt werden.
Dieser Fortbildungsworkshop ist im ersten Teil darauf gerichtet, einen Überblick über das Konzept der Geschäftsprozessmodelle zu geben. Dafür werden die grundlegenden Begriffe erläutert, BPMN als exemplarische Modellierungssprache eingeführt und aktuelle Forschungsfragen aufgezeigt. Im zweiten Teil wird erarbeitet, wie Geschäftsprozessmodelle auch im Unterricht dafür eingesetzt werden können, um (1) einen Diskurs bzgl. der Möglichkeiten und Implikationen von Digitalisierungsmaßnahmen anzuregen und (2) als Gestaltungswerkzeug zu dienen und mit ihrer Hilfe Anforderungen an eine Software in frühen Projektphasen zu konkretisieren und zu kommunizieren. Die hierin verwendeten Beispiele basieren auf Unterrichtserfahrungen in der Sek. II.