Quelle: http://karrierebibel.de/8-eigenschaften-die-sie-im-jahr-2020-brauchen/

An der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und IT

Zukunft gestalten: Am Puls der Zeit von morgen

Die ubiquitäre Präsenz von Informationstechnologie und digitaler Kommunikationsnetze ist mit einem umfassenden gesellschaftlichen und ökonomischen Transformationsprozess verbunden. Dabei ist die Fokussierung auf Technologie allein nicht hinreichend. In diesem Sinne werden in der Wirtschaftsinformatik innovative Technologien immer im Zusammenhang mit korrespondierenden Handlungssystemen entworfen und validiert, um die Effizienz und Qualität von Prozessen organisatorischer und organisationsübergreifender Leistungserstellung zu fördern. Dies empfiehlt u.a. den Rückgriff auf Theorien und Methoden der Informatik, der Betriebswirtschaftslehre, der Ingenieurwissenschaften sowie der Psychologie – vor allem aber das Interesse an einer zielgerichteten Kooperation jenseits tradierter Disziplingrenzen zur Weiterentwicklung eines eigenständigen Theorie- und Methodengebäudes. Die Wirtschaftsinformatik ist damit ein Wegbereiter neuer Arbeits- und Lebensformen auf der Grundlage einer zielgerichteten und reflektierten Nutzung von Informationstechnologie.

Berufliche Perspektiven

Die beruflichen Aussichten von Wirtschaftsinformatikern sind ohne Übertreibung hervorragend. Unternehmen in allen Branchen suchen händeringend nach Absolventen. Das wird sich auch in der Zukunft kaum ändern. Die große Qualifikationsbandbreite von Wirtschaftsinformatikern ermöglicht ihnen den Zugang zu zahlreichen attraktiven Betätigungsfeldern und vielfältigen Karrierewegen. Neben Tätigkeiten in Unternehmensberatungen, IT-Management oder dem Controlling großer Unternehmen, wagen unsere Absolventen auch oft den Weg in die Selbständigkeit, indem sie ihr eigenes Startup gründen.

Durch diese Flexibilität und der großen Nachfrage nach Absolventen der Wirtschaftsinformatik, ergeben sich auch hervorragende Verdienstmöglichkeiten, wie jüngste Studien zeigen.

Markus Berger: Unternehmensgründer

Dr. Markus Berger (41) hat eine turbulente Woche hinter sich. Zunächst hatte der Vorstandsvorsitzende der Media@Home AG mit Mitarbeitern aus der Marketing- und der Entwicklungsabteilung die Konzeption der neuen Produktlinie festgelegt. Anschließend war er mit zwei Vorstandskollegen in Taiwan, um mit Vertretern des dortigen Kooperations- partners zu besprechen, wie die Qualität der Produktion verbessert werden kann.

Markus Berger ist seit drei Jahren Vorstandsvorsitzender der Media@Home AG. Vor 14 Jahren hatte er sein Wirtschaftsinformatikstudium überdurchschnittlich gut innerhalb von 9 Semestern abgeschlossen und sich dafür entschieden, eine Promotion anzuschließen. Er brauchte 4 Jahre, um seinen Doktorgrad zu erwerben. Nach einigen Jahren Praxiserfahrung hatte er sich entschlossen, ein eigenes Unternehmen zu gründen: Die Media@Home AG bietet vernetzte Computersysteme an, die als integrierte Informations- und Kommunikationsplattformen speziell für private Haushalte konzipiert sind. Das Unternehmen ist weltweit auf 5 Standorte verteilt und hat sich in dem boomenden Markt für vernetzte Computersysteme erfolgreich platzieren könn

Ulrike Maibach: Unternehmensberaterin

Ulrike Maibach (29) ist seit drei Jahren bei einer großen Unternehmensberatung beschäftigt. Diese Stelle hat sie direkt im Anschluss an ihr Wirtschaftsinformatikstudium angenommen. Zurzeit betreut sie ein produzierendes Unternehmen in Wien. Die Wiener Firma möchte ihre zentralen Geschäftsabläufe und ihre IT-Systeme vereinheitlichen und an die Strukturen des Mutterkonzerns anpassen. Ein Ziel des Beratungsprojekts ist daher die Implementierung einer Standardanwendungssoftware in allen Tochterunternehmen.

Ulrike Maibach muss dafür vor allem die zentralen Geschäftsprozesse untersuchen und re-organisieren. Sie schaut dabei vor allem auf die Abläufe in der Beschaffung und dem Einkauf sowie der Auftragsabwicklung. In drei Wochen muss sie zusammen mit zwei weiteren Beratern der Geschäftsleitung die ersten Optimierungs- und Änderungsvorschläge unterbreiten. Bis dahin müssen u.a. noch einige Gespräche mit den Mitarbeitern des Unternehmens geführt werden, um bessere Einblicke in die Abläufe des Wiener Unternehmens zu erhalt

Thomas Winter: Projektleiter

Thomas Winter (35) wurde vor kurzem Projektleiter. Zuvor hat er nach dem Wirtschaftsinformatikstudium an der Universität einige Jahre als Software-Entwickler gearbeitet. Mit seinem neuen Team, das aus acht Software-Ingenieuren besteht, übernimmt Thomas Winter sein erstes Projekt: Er soll für eine große Einzelhandelskette eine Kundenkarte einführen. Die Kunden sollen diese Karten in den einzelnen Filialen der Einzelhandelskette nutzen können. Durch die Einführung dieser Karte soll ein noch besserer Service ermöglicht werden. 

Zu den Aufgaben des Projektleiters gehören vor allem Projektmanagement, Personalführung und der Entwurf des Gesamtsystems. Thomas Winter muss seinen Ingenieuren beratend zur Seite stehen, die Finanzierung prüfen und den Auftraggeber über den aktuellen Stand der Arbeit informieren. Er greift dabei auf seine eigene langjährige Erfahrung zurück. Dennoch muss er sehr viel Zeit für die eigene Weiterbildung aufbringen. Es ist notwendig, dass er permanent mit den neuesten Technologien und Standards vertraut ist, um deren Einsatz in Projekten beurteilen zu könn